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Karriereplanung 4.0: Erfolgreich im digitalen Zeitalter

„Successful careers are not planned. They develop when people are prepared for opportunities because they know their strengths, their methods of work and their values.“

Peter Drucker

 

Die Dynamik in unserem Digitalzeitalter erfasst auch die Arbeitswelt: Technologische Entwicklungen ändern radikal die Organisationsformen von Unternehmen und Institutionen und die Formen, in denen berufliche Karrieren stattfinden. Die klassischen Regeln für eine erfolgreiche Karriereplanung – Einstieg mit Bestnoten in die begehrtesten Unternehmen, alle 3 Jahre zum Karrieresprung ansetzen und vor 40 in die Führungsposition – haben mehr und mehr ausgedient. Heute werden zunehmend:

  • Kompetenzen wichtiger als Position oder Alter
  • funktionierende Arbeits- und Lebensentwürfe wichtiger als hohes zeitliches Engagement
  • Netzwerke wichtiger als Organisationen und schließlich
  • das Eingehen auf Veränderungen wichtiger als das Festhalten an einem Karriereplan.

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Sind moderne Karrieren überhaupt noch planbar? Ja, aber sicher nicht als „klassische Laufbahnen“. In der Softwareentwicklung ist man der zunehmenden Komplexität und Schnelligkeit mit agilen Projektmanagementmethoden wie Scrum erfolgreich begegnet. Einige dieser agilen Grundgedanken stellen sich auch in meiner Coachingpraxis als hilfreich heraus, um das eigene „Karriereprojekt“ meiner Coachees erfolgreich zu entwickeln:

 

  1. „Embrace Change“ – Veränderungen nicht nur managen, sondern regelrecht willkommen heißen.

Ja, das ist selbstverständlich auch eine Frage von Recherche zu aktuellen Themen, sich in seinem Gebiet auf dem Laufenden zu halten und den Austausch mit Experten zu suchen. Aber viel mehr noch ist es eine Frage der Haltung: Sehe ich Veränderungen und Trends als notgedrungen zu managende Abweichungen vom Bisherigen oder mache ich mich neugierig und offen auf die Suche nach Neuem bzw. entwickle selbst innovative Ideen.

 

  1. Ziele sind gut; Visionen sind besser.

Karriereziele sind gut, um zu beschreiben, was jemand in einer bestimmten Zeit beruflich erreichen möchte. Sie liefern damit konkrete Vorgaben und helfen dabei, handlungsfähig zu werden und sich zu fokussieren. Aber reicht das, wenn Organisationsformen erodieren, Geschäftsmodelle sich radikal verändern, Geschwindigkeit und Komplexität zunehmen…? Wie kann ich in dieser Dynamik meine berufliche Zukunft finden? Ich brauche eine Vision meiner beruflichen Zukunft – einen Leitstrahl, der mich emotional berührt, Arbeits- und Lebensentwurf umfasst und motiviert. Dabei kommt es nicht aufs „Realistischsein“ an, sondern die Vision dient als Maßstab, der mir hilft zu priorisieren, welche Entwicklungen für mich relevant sind und welche ich ausklammern kann. Zugleich ist es eine Vision, die mich offen lässt für Neues, meine Neugier nicht stoppt, sondern kanalisiert und mich vor dem „Verzetteln“ bewahrt.

 

  1. Kompetenzen bringen Jobs, Werte Erfolg.

Was sind meine Stärken? Wofür kann ich mich begeistern? – Zu wissen, was ich kann und will, ist eine Grundvoraussetzung, um in Verhandlungen über einen Job einzusteigen. Wer das überzeugend darstellen kann, hat in der Regel beste Aussichten auf dazu passende Jobangebote. Um aber anschließend nachhaltig erfolgreich in einem Job zu sein, dessen Inhalte und Umfeld sich auch immer schneller verändern, sind es gemeinsame Werte, die für die nötige Stabilität und Orientierung sorgen: Was ist mir persönlich bei meiner Arbeit wichtig, damit ich gut leisten kann? Nur wenn ich das auch bei meiner Arbeit repräsentiert finde, stellt sich auf Dauer Erfolg ein.

 

  1. Pläne sind nichts, Planung ist alles.

In einer dynamischen Umwelt werden Pläne immer wieder durch neue Entwicklungen obsolet; daran stur festzuhalten, birgt Misserfolg und Frust. Das bedeutet aber keineswegs, die eigene Karriereentwicklung dem Zufall zu überlassen. Im Gegenteil: Wichtig ist, regelmäßige Reviews durchzuführen und Anpassungen vorzunehmen: Wie steht es um meine Vision? Was sind meine aktuellen Ziele? Was ist mir gelungen? Was will ich ändern bzw. verbessern? Welche Hindernisse waren mir im Weg und wie überwinde ich sie? Was will ich bis zum nächsten Review erreichen?

 

  1. Persönliche Kontakte sind wichtiger als Stellenbörsen.

Dass die „Mauerblümchenstrategie“ – d.h. darauf zu warten, dass mich jemand entdeckt oder ich zufällig in einer Stellenbörse meinen Traumjob finde – wenig erfolgversprechend ist, ist bereits ein „alter Hut“. Sich proaktiv bei potenziellen Jobs positionieren zu können, ist da schon länger das bessere Vorgehen: Wen kenne ich aus dieser Szene und wie kann ich in Kontakt gehen? Wie mache ich in 2 Minuten interessanten Kontaktpersonen klar, was ich zu bieten habe?

In einem zunehmend komplexeren Arbeitsmarkt macht es darüber hinaus Sinn, Insiderkontakte nicht nur dazu zu nutzen, im verdeckten Stellenmarkt abseits der Stellenbörsen zu recherchieren. Insider-Gespräche sind auch nützlich, um sich über berufliche Optionen zu informieren – angelehnt an die Informational Interviews nach Nelson Bolles: Was machen Sie genau? Was motiviert Sie dabei? Was ist herausfordernd? Wie sind Sie da hin gekommen? Was können Sie mir in meiner Situation raten? – Einfache Fragen, mit denen schnell auf wertschätzende Weise Informationen für die eigene Karriere ermittelt werden können, die in keiner Literatur oder Webpage zu finden sind. Und Spaß machen solche Gespräche beiden Gesprächspartnern meist obendrein.

 

Sie möchten einen Sparringspartner für die eigene Karriereplanung? Ich unterstütze Sie gerne, sich erfolgreich in der Arbeitswelt 4.0 zu positionieren: sonja.kaempfer@vectis-consulting.de

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